Hier werden Sie in Zukunft jede Menge Geschichten lesen können, die wir mit unseren Hunden und auch anderen Tieren so erleben. Viel Spaß dabei...


Beach Boy und Chinouk
August 2004

 

Beach Boy in der Hundeschule

Heute war ich zum ersten Mal in der Hundeschule. Meine Schwester Gina und ich besuchen dort die Welpengruppe. Als wir ankamen und all die anderen Hundekinder sahen, mußte ich sie natürlich erstmal alle ausschimpfen. Meine Gina! - Das wollte ich gleich klarstellen. Merkwürdigerweise haben die mich aber nicht ernst genommen. Lag vielleicht auch daran, daß ich ein Chihuahua bin und die anderen zum größten Teil Australian Shepherds, Beagles und ein Hovawart-Mix. Also alle viel viel größer als Gina und ich.
Wir gingen dann auf eine eingezäunte Wiese. Dort lagen Reifen, Tunnel zum Durchlaufen und ein Becken voller bunter Plastikbälle... Das alles hat mich aber gar nicht interessiert. Ich war vielmehr immer damit beschäftigt, mich zwischen Frauchens Beinen zu verstecken und die anderen anzugrätzen, wenn sie zu nahe kamen. Doch plötzlich lief Frauchen einfach weg! Ich war so verdutzt, daß ich gar nicht so schnell geschaltet habe - da stand ein großer Plüschball von Welpe vor mir und wollte wohl mit mir spielen und meine rettenden und schutzgebenden Beine waren nicht mehr da! Aufgeregt lief ich quer über den Platz. An jedem Hosenbein hab ich geschnüffelt. Keines gehörte zu Frauchen. Mein Herz klopfte ganz doll und meine Rute war schon lange nicht mehr vorhanden. Hin und her lief ich und vergaß dabei ganz, daß überall die anderen Hundekinder umhertobten. Dann hörte ich, wie jemand meinen Namen rief - ich lauschte und dann hörte ich es wieder. Es war mein Frauchen. So schnell ich konnte, lief in die Richtung, aus der ich sie gehört hatte. Vorbei an zwei sich balgenden Aussie-Welpen. Dann sah ich sie. War ich erleichtert! Glücklich sprang ich ihr hoch. Sie gab mir ein Leckerchen und leinte mich wieder an. Auch alle anderen kamen wieder an die Leine.
Wir haben dann "Sitz" und "Platz" geübt. Das erste konnte ich. Das letztere nicht. Aber ich werde es sicherlich noch lernen. Auch das Kommen auf Zuruf haben wir geübt. Das klappte gut, denn schließlich hielt mich eine fremde Frau fest und mein Frauchen wartete am anderen Ende der Wiese mit einem Stückchen leckere, abgekochte Leber auf mich. Klar, das ich mich furchtbar beeilt habe, zu ihr zu kommen.
Dann war meine erste Hundeschul-Stunde auch schon vorbei. Ich bin furchtbar müde und kaputt und heilfroh, daß die anderen mich nicht aufgefressen haben...
;-)

Euer Beach Boy

Helena in der Kneipe

Es war ziemlich warm an diesem Tag. Die Hunde waren draußen im Garten. Einige tobten, andere lagen in der Sonne oder im Schatten und dösten vor sich hin. Nur Helena schien langweilig zu sein. Sie quetschte sich durch das Gartentor (keiner weiß wie) und ging auf Entdeckertour.
Zuerst bemerkten wir gar nicht, daß sie fehlte. Sie war tragend und wir dachten, daß sie sich ein ruhiges Plätzchen gesucht hatte. Doch nach einiger Zeit wurden wir misstrauisch und begannen nach ihr zu suchen. Aber keine Helena war zu sehen. Wir riefen nach ihr und als wir nach vorn gingen, sahen wir sie in aller seelenruhe und freundlich mit dem Schwanz wedelnd auf den Hof gewackelt kommen. Erfreut, daß wir sie schon erwarteten und sie nicht lange vor dem geschlossenen Tor sitzen mußte, sprang sie an uns hoch und hechelte uns vergnügt an.
Böse war ihr keiner, denn alle waren heilfroh, daß unsere "Dicke" wieder da war.
Abends ging ich dann noch eine Runde mit den Aussies. Auf dem Weg in die Feldmark mußten wir auch an der Dorfgaststätte vorbei. Der Wirt stellte draußen grade die Stühle zusammen und als er mich sah, sprach er mich an: Vorhin sei ein kleiner, ziemlich dicker brauner Hund in der Gaststube gewesen, ob das denn meiner wäre?
Ich nickte und erzählte ihm, daß Helena fort gewesen sei. Ob sie denn etwas angerichtet hätte?
Der Wirt lachte nur und schüttelte den Kopf. Dann erzählte er mir, daß Helena völlig selbstverständlich und unbefangen durch die offene Tür in den Schankraum spaziert sei und sich erwartungsvoll vor den Tresen gesetzt hätte. Er habe ihr dann ein Schälchen Wasser hingestellt. Diese Idee fand Helena nun sehr gelungen. Sie schlabberte das Wasser, wedelte nochmal dankbar mit dem Schwanz und marschierte dann genauso selbstverständlich wieder hinaus, wie sie zuvor herein gekommen war. Die Gäste hätten sich königlich amüsiert.

Ich mußte lachen, doch in Gedanken malte ich mir bereits aus, wie es wohl sein würde, wenn Helena auf ihrem nächsten Ausflug ihre ganze Kinderschar mitnehmen würde....


Helena - eine Hündin, die sich stets zu helfen weiß


Urlaub in der Eifel 2002

Hallöchen! Ich bin der Mozart und möchte Euch heute mal von unserem einwöchigen Urlaub in der Eifel erzählen, den wir vor zwei Jahren dort verbracht haben.

Mit von der Partie waren Frauchen und Herrchen, Pony Schorse, Herrchens damalige Jack-Russell-Mix Hündin Cindy, Engelchen, Emely und meine Wenigkeit.
Zu Gast waren wir im Ponyhotel Essinger Hof, einem überaus familien- und tierfreundlichen Reiterhof auf dem Frauchen schon seit ihrem achten Lebensjahr regelmäßig Urlaub macht.

Nachts um zwei Uhr machten wir uns auf den Weg. Wir Hunde waren ganz verschlafen, doch unsere Menschen meinten, sie wollten lieber Nachts fahren, da dann nicht so viel Verkehr auf den Autobahnen sei uns schließlich hatten wir ja auch das Pony im Anhänger dabei.
Aprospos Pony - den Schorse mußten wir vorher noch von der Weide holen. Man, war der dreckig. Aber zu putzen hatte Frauchen um diese Uhrzeit keine Lust. Kurz übergebürstet, Decke drauf, Transportgamaschen an und rauf auf den Hänger. Zum Glück ohne Probleme.
Dann gings wirklich los!
Leute - ich sag euch - so ne Fahrt! Nebel, Regen und knapp 500 km Autobahn. Bin ich froh, daß ich als kleiner fauler Hund auf der Rückbank dösen konnte.
Neun Stunden haben wir gebraucht. Auch deshalb, weil wir unterwegs dreimal eine längere Pause machten, bei denen auch das Pony ausgeladen wurde. Schließlich sollte er sich die Beine vertreten, püschern und auch ne Kleinigkeit fressen können. Frauchen hat ihn dann doch noch geputzt. Morgens um sechs auf nem großen Rastplatz zwischen lauter Lkw.
Hihi. Die Fahrer hat der Schorse erstmal geweckt, weil er laut gewiehert hat. Und immer wieder ist er ganz brav rauf auf den Hänger (gutes Pony *lob*).


v. l. n. r.: Cindy, Engelchen, Emely u. Mozart am Weinfelder Maar


Als wir dann endlich am Ziel waren, bezog der Schorse seine Box und wir unser gemütliches Zimmer. Unsere Menschen hätten sich am liebsten gleich hingelegt und ausgeruht, aber Marlene (die Wirtin und Besitzerin des Hofes) bestand erstmal auf eine Stärkung (die Portionen da sind echt riesig *seufz*).

Am nächsten Tag waren wir aber alle wieder fit. Morgens hat Frauchen mit dem Pony am Reitunterricht teilgenommen. Danach durfte der Schorse auf die Weide. Wir sind dann zum Weinfelder Maar gefahren und drumrumgelaufen. Ein paar Fotos haben wir unterwegs auch noch gemacht. Ach ja - für die, die es nicht wissen: Maare sind mit Wasser gefüllte Krater erloschener Vulkane. Es gibt sie zahlreich in der Eifel.
Es war ein ziemlich heißer Tag und so waren wir ganz glücklich, uns im kalten Wasser etwas Abkühlung verschaffen zu können. Nur Engelchen, das kleine Zimperlieschen, war durch nichts dazu zu bringen, mit ins Wasser zu kommen...

In den nächsten Tagen standen dann noch Besuche des Adler- und Wolfsparks Kasselburg und des Wildparks Daun auf dem Programm, sowie zahlreiche ausgedehnte Spaziergänge durch die herrlichen Eifelwälder.

In den Adler- und Wolfspark Kasselburg durften wir Hunde leider nicht mit hinein. Wir haben es uns stattdessen in einem geräumigen Zwinger bei Trockenfutter und frischem Wasser gemütlich gemacht. Als Herrchen und Frauchen wieder zurückkamen, hatten sie viel zu erzählen: Von der alten Stauffenburg mit dem Zwillingsturm, dem Wolfsrudel (dem größten in Europa) und den vielen Greifvögeln, die sie gesehen hatten, und die dort bei einer Flugschau auch im Freiflug zu sehen waren. Spätestens als sie uns von Adler "Wotan" erzählten, waren wir ganz froh, im sicheren Zwinger gewesen zu sein...

Im Wildpark Daun jedoch durften auch wir Hunde mit rein. Diesen Wildpark durchfährt man im eigenen Pkw. Das wir Hunde natürlich im Gegensatz zu den Menschen unterwegs nicht aussteigen durften, war selbstverständlich.
In diesem Wildpark waren vorwiegend Dam- und Schwarzwild zu sehen. Aber auch eine kleine Herde Przkwalski-Pferde (sprich: Pschewalski) war dort! Nachzuchten des Ur-Wildpferdes! Das haben wir Schorse erzählt, aber der hat's nicht geglaubt. Aber wir haben Beweisfotos gemacht. Ha!
Das Damwild dort im Park war sehr zutraulich. Am Eingang des Parkes konnte man Wildfutter kaufen und das wußten die lieben Tierchen natürlich ganz genau... So kamen sie auch immer direkt an die Wagen heran und ließen sich füttern. Sogar bei uns. Wir Hunde waren so erstaunt, daß wir gar nicht gekläfft haben...

Viel zu schnell ging diese herrliche Woche vorbei und der Alltag hatte uns wieder. Aber zu Hause ist es ja auch schön und sicherlich nehmen uns Herrchen und Frauchen wieder mit, wenn sie das nächste Mal über ein verlängertes Wochenende in die Eifel fahren.

Euer Mozart

 

Schwein gehabt ;-)

Es war Anfang Dezember. Mein Mann und ich machten uns auf den Weg zur Arbeit. Wir hatten Nachtschicht und so kam es, daß wir noch draußen herumgeisterten, als alle anderen längst in ihren kuscheligen Betten lagen.
Als ich die Haustür hinter mir schloß, meinte ich, aus dem Garten heraus Schritte zu hören, doch ich tat es schnell als Einbildung ab. Mein Mann allerdings hatte nicht nur etwas gehört, sondern auch einen Schatten gesehen und ging kurzerhand nach hinten in den Garten.
"Mach das du wieder reinkommst", hörte ich ihn streng sagen. Jetzt war ich auch neugierig. Ich hatte bereits so einen Verdacht und dieser bestätigte sich dann auch - die Schweine waren draußen. Penny und Schnute, unsere beiden Bachen, waren glücklicherweise noch in der Nähe des Geheges und trotteten auch artig und ohne zu murren wieder zurück. Allerdings haben wir ja nicht nur zwei Schweine, sondern drei. Pickel, unser Eber, fehlte noch. Wir durchsuchten das Gehege und schauten in den Stall - nichts. Schnell wurde eine Taschenlampe geholt und der Garten abgeleuchtet - auch nichts. Das einzige, was wir entdeckten, war ein zertrümmertes Holztor, welches in den unteren Bereich des Grundstücks führte. Doch auch da war weit und breit kein Schwein zu sehen.

Plötzlich fiel uns siedendheiß ein, daß ja das Törchen zur Einfahrt offengestanden hatte - wir hatten uns zwar gewundert, aber uns nichts weiter dabei gedacht. Jetzt ahnten wir natürlich fürchterliches. Vor meinem geistigen Auge sah ich schon zerwühlte Gärten, wütende Nachbarn und zu allem Überfluss auch noch ein überfahrenes Schwein auf der Hauptstraße. Es half alles nichts - wir mußten Pickel suchen. Glücklicherweise haben wir auf der Arbeit Gleitzeit und so ist es nicht ganz so schlimm, wenn wir mal eine halbe Stunde später aufschlagen.
Mein Mann und ich also los. Mit Taschenlampen und Futtereimern bewaffnet zogen wir los. Unser Dorf ist zwar nicht allzu groß, aber in der Dunkelheit ein schwarzes Schwein zu finden, gestaltete sich doch als ziemlich schwierig, ja sogar unmöglich.
So kamen wir nach einiger Zeit ziemlich frustriert und natürlich ohne Pickel (das Schwein *ggg*) zurück.
Wir mußten nun auch wirklich zur Arbeit und so machten wir uns schweren Herzens und traurig auf den Weg.
Natürlich waren wir die ganze Zeit mit unseren Gedanken bei unserem Schwein. Und als wir früh Morgens wieder nach Hause kamen, trank mein Mann nur schnell noch einen Kaffee und verließ dann erneut das Haus, um weiterzusuchen.
Doch er war noch nicht mal eine Minute weg, als er über das ganze Gesicht strahlend wieder hereinkam.
"Ich wollte gerade abschließen, da grunzte es neben mir", berichtete er erfreut. Pickel hatte also  doch irgendwo versteckt im Garten geschlafen und wir hatten ihn übersehen. Jetzt hatte er das Auto kommen hören und war wohl der Meinung, daß er nun lange genug Freigang gehabt hatte.

Nun ist er wieder mit seiner Rotte zusammen im Gehege. Wir sind sehr froh darüber, daß nichts passiert ist. Schließlich ist gerade Wildschwein-Jagd-Saison und da kann es schon mal passieren, daß der eine oder andere übereifrige Jäger ein harmloses Minischwein mit einem "leckeren" Keiler verwechselt :-)

Später erzählte uns dann noch meine Freundin, die mit unserem Nachbarn zusammenarbeitet, eine lustige Geschichte: Unser Nachbar war mit ein paar Kollegen noch oben in der Kneipe gewesen und hatte sich ein Feierabend-Bierchen erlaubt. Einer der Kollegen mußte dann ein wenig früher aufbrechen. Er verließ also die Kneipe, nur um kurze Zeit später völlig aufgelöst wieder hereinzukommen. "Entweder ich bin doch völlig betrunken oder aber da draußen steht ein Schwein und hat mich angegrunzt", stammelte er fassungslos. Unserem Nachbar schwante wohl schon etwas. Jedenfalls gingen sie alle zusammen hinaus und wirklich - da stand Pickel und guckte sie an. Angesichts der fremden Männer jedoch hatte er es schließlich vorgezogen, schnellstens wieder in der Dunkelheit zu verschwinden...

 

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