
Hallooooooooo.... uns gibt's auch hier!
Unsere Pferde und Ponys leben im Offenstall. Zwar hat jeder seine eigene Box um in Ruhe fressen zu können, doch diese suchen sie auch wirklich nur dazu auf. Ansonsten stehen sie auch beim schrecklichsten Wetter draußen. Im Winter werden sie (bis auf die Shettys) alle eingedeckt. Das wäre zwar nicht unbedingt nötig, aber so sind sie wenigstens schön sauber, wenn man dann doch mal auf die Idee kommt (und das Wetter es hergibt), sie reiten zu wollen.
Wir reiten viel im Gelände, haben aber auch einen eigenen Reitplatz hier. Wenn wir in die Halle wollen, müssen wir ein paar Kilometer weiter nach Marleben fahren.
Unsere Pferde stehen auf dem Paddock wie auch auf der Weide in kleine Gruppen zu zweit oder viert aufgeteilt. Das macht zwar ein wenig mehr Arbeit, bringt aber auch Ruhe in die ganze Sache. Ditschi und das Pferd meiner Freundin Gaby, Collo, teilen sich Weide und Paddock mit den Shettys und Fran ist nach Larinas Tod zu Schorse gezogen.
Sylvester, gen. "Ditschi", russischer Trakehner, 16 Jahre, Stm. 1,70 m, ausgebildet bis L-Dressur und A-Springen, absolut lieb und zuverlässig auch im Gelände. Er ist eine richtige Schmusebacke und würde sicherlich sogar mit auf's Sofa kommen, wenn er denn dürfte und nicht sowieso viel zu groß dafür wäre *g*.


Galahad, Connemara-Mix, 4 Jahre alt, der letzte Sohn unserer Larina. Ist Ende letzten Jahres in die Eifel ins Ponyhotel Essinger Hof gezogen und wird dort ab diesem Jahr die Ponyschule besuchen, um einmal ein zuverlässiges Reitpony zu werden.


Kleiner Onkel oder Onkelchen, Shetland-Pony (85 cm Stm.), 29 Jahre alt. Er kam als Kumpel für unsere Tillie zu uns. Mit ihr zusammen hat er immer den Hof unsicher gemacht (er kam sogar in die Küche und hat den Hunden das Trockenfutter geklaut). Nachdem Tillie nicht mehr lebt, ist er nun ganz stolz auf seine neue Freundin "Jutta". Alles, was nach Arbeit aussieht, findet er ätzend. Lässt sich letztendlich aber doch immer noch überreden. Für ein Leckerli tut er alles (sieht man ihm auch an *hust*).


Juka, gen. Jutta, Shetty-Dartmoor-Mix, 29 Jahre alt, 1,20 m Stm. Onkelchens (er steht hinter Jutta auf dem Foto) neue große Liebe. Jutta ist immer "mittendrin statt nur dabei". Sie ist furchtbar neugierig (man könnte auch sagen stur *g*). Beim Grillen muss man aufpassen, dass sie ihre Nase nicht zu dicht an den Grill hält oder in einem unbeachteten Augenblick das Stangenbrot klaut. Sie weiß halt, wie sich's am besten leben lässt. Sie liebt Leckerlis und hat eine solch niedliche Art zu betteln, dass man sowieso schon verloren hat und widerstandslos sämtliche Leckerein rausrückt.
Jutta war zehn Jahre lang Ferienpony auf dem Ponyhof Meyer in Grippel. Sie hat es dort sehr gut gehabt und genießt nun bei uns ihr Rentnerdasein. Doch immer noch freut sie sich, wenn die kleine Jil zu Besuch kommt, sie sattelt und ein wenig in der Bahn oder im Gelände bewegt.
Fran Fine, Deutsches Reitpferd (ZfdP), 4 Jahre alt, z. Zt. 1,57 m Stm. Sie soll einmal die Nachfolgerin für unseren Ditschi werden. Im Moment allerdings sieht sie noch aus wie ein missratener Elch. Aber wir sind zuversichtlich, dass aus ihr noch eine hübsche Pferdedame werden wird. Dieses Jahr werden wir anfangen, leichte Longenarbeit mit ihr zu machen. Da sie in ihrem ersten Lebensjahr nicht gerade optimal gehalten und ernährt wurde, hat sie noch vieles aufzuholen.


Schorse, Haflinger-Pinto-Mix, 12 Jahre alt. Schorse, 1,43 m Stm. ist eher ein "Rocker". Ihn bekam ich im Alter von 9 Monaten. Er wuchs zusammen mit seinem Pferdekumpel Jerry (dem Tinker meiner Freundin der im gleichen Alter war), mit Santos und Nobelwind bei uns auf. Schorse ist ein absolutes Verlasspony. Mit ihm könnte man ohne zu zögern durch den 3. Weltkrieg reiten.
Er geht ein wenig Dressur, springt sehr gern und lässt sich auch von Geschicklichkeitsspielen nicht aus der Ruhe bringen. Aber sein absolutes Highlight sind Ausritte durch's Gelände. Am besten stundenlang mit ordentlich Action. Dann fühlt er sich wohl. Er ist eben ein kleines Energiebündel und obwohl ihn das manchmal wirklich anstrengend macht, würde ich ihn nicht anders haben wollen.


Die Fotografin Andrea Ohlmeier war bei uns zu Besuch und hat tolle Bilder von uns gemacht!
Aber seht selbst:












Am 20. Juni 2010 haben Ditschi und ich unser erstes kleines Turnier zusammen bestritten.
Zu unserer Freude haben wir einmal den 4. und einmal den 5. Platz belegt =)



Merlin unter dem Sattel




Merlin lebt nicht mehr bei uns, sondern hat bei Kristin ein supertolles neues Zuhause gefunden

Erinnerung an vergangene Zeiten...
Pferde und Ponys, die zwar nicht alle mir gehörten, aber die einen Platz in meinem Herzen haben
und sich inzwischen schon im Pferdehimmel befinden:

Santos, Trakehner, Pferd meines Herzens und mein allerbester Freund. Einen wie ihn gibt's nie wieder und er fehlt mir unendlich... Leider hat Santos mich nur fünf Jahre meines Lebens begleiten können, denn er war schon wesentlich älter als uns der Verkäufer damals sagte (mit Laien kann man's ja machen). Und doch hätte ich ihn für kein Geld dieser Welt hergegeben. Er war einfach wundervoll, wir haben uns blind vertraut. Egal, ob im Gelände, auf Turnieren, auf dem Reitplatz oder in der Halle, egal ob Dressur, Westernreiten, Springen, zirzensischen Lektionen oder einfach nur "just for fun" - Santos hat alles voller Freude und Elan mitgemacht. Er hat immer 100 % gegeben.
Leider musste er seinen letzten Weg allein gehen, ich war nicht bei ihm, obwohl ich es ihm versprochen hatte. Aber falsche Freunde geben einem oft Ratschläge, die einem vernünftig erscheinen, die aber nicht gut für einen sind. Das tut mir unendlich leid. An Santos zu denken tut heute noch furchtbar weh. Und ich würde ohne zu zögern jedes meiner Pferde hergeben, um diesen Schatz zurückzubekommen...



Nobelwind, Westfale, 19 Jahre alt. Stm. 1,68 m. Er lebt nun schon zum zweiten mal bei mir und hat in der Zwischenzeit offenbar einiges durchgemacht. Mehr dazu gibt es unter Nobelwind's Geschichte.
Die erste Zeit hier war er noch sehr nervös und vor allem schrecklich futterneidisch. Doch nach einigen Wochen ist er wirklich "zu Hause angekommen" und wieder das liebe, verschmuste Pferd geworden, dass ich einst kannte. Er bildete mir Frany und Ditschi eine kleine Herde und fühlte sich ganz offensichtlich wohl.
Bei uns verlebte er noch ein schönes Jahr, doch wir hatten als er im Herbst zu uns kam gemerkt, wie sehr ihm den Winter über Kälte und Nässe in die Knochen gegangen waren und ihm zusetzten. Um ihm das zu ersparen, haben wir ihn ein Jahr darauf im Spätherbst, als es ungemütlich zu werden begann, über die Regenbogenbrücke geschickt.

Astronom, sächsisches Reitpferd, sollte eigentlich nach vielen Jahren der "Wald- und Wiesenreiterei" der Nachfolger von Santos werden. Er war eineinhalb Jahre bei mir und war in diesen eineinhalb Jahren mehr krank als er fit und reitbar war.
Letztendlich stellten sich seine Krankheiten als so gravierend heraus, dass für ihn selbst das Weiterleben als Beisteller mit dauerhaften Schmerzen verbunden gewesen wäre. Wir haben ihn daraufhin hier auf dem Hof einschläfern lassen. Ich war bis zu seinem letzten Atemzug bei ihm und kann nur jedem Pferdebesitzer empfehlen, den letzten Weg gemeinsam mit dem Pferd zu gehen. Es ist nicht halb so schlimm wie man befürchtet und man hat hinterher die Gewissheit, dass das Pferd auch wirklich tot ist und nicht noch zu Geld gemacht und weiterverschachert wird (lebend meine ich jetzt).
Larina, Connemara Pony, 28 Jahre alt, 1,43 m Stm. Als Larina zu uns kam, war sie tragend mit Galahad. Sie war nicht reitbar (sprich - sie wollte es nicht) und war jahrelang Zuchtstute (u. a. im Connemaragestüt Kinzighausen). Ihren Lebensabend hat sie hier bei uns verbracht, weil ich mich in diese energische und selbstbewusste Dame verliebt habe. Schorse sah das ähnlich. Sie war sein Augenstern.
Im März 2011 bekam Larina dann eine schwere Kolik mit anschließendem Darmverschluss. Gemeinsam mit unserer Tierärztin haben wir noch versucht, ihr zu helfen, aber letzten Endes konnten wir nur ihre Schmerzen lindern. Es war keine Rettung mehr möglich.

Zyta, Shetty-Mix. mein erstes eigenes Pony. Ich habe sie geliebt und gefürchtet. Sie war ca. 1,10 m hoch und gefühlt einen Meter breit *g*. Früher war sie Kutschpony und hat "nach Feierabend" die Dorfkinder ohne Sattel und nur mit Halfter querfeldein getragen. Bei uns sollte sie nun ein braves Reitpony sein, welches mich gesittet durch die Felder und Wiesen schaukelte (so die Idee meiner Großeltern). Dass das einer temperamentvollen Pony-Dame wie Zyta natürlich viel zu langweilig war, ist unnötig zu erwähnen. Freundlicherweise hat sie sich jedoch immer überzeugt, dass kein Auto in der Nähe war, wenn sie mitten auf der Straße angefangen hat, wie ein Schaukelpferdchen loszubuckeln.
Irgendwann habe ich mich natürlich nicht mehr auf sie raufgetraut, also wurde sie zu meinem Kummer verkauft. Ich hoffe, sie hat es gut getroffen, bei Leuten, die Pferdeverstand haben (wir hatten damals keinen) und hat noch ein schönes und erfülltes langes Ponyleben gehabt.
Vielleicht gibt es sie ja sogar noch? Sie wurde 1978 geboren und war 9 Jahre alt, als wir sie gekauft haben. 1987 oder 1988 haben wir sie dann wieder an den Pferdehändler in Hüddessum (bei Hildesheim / Niedersachsen) zurückgegeben, von dem wir sie auch bekommen hatten.

Tillie, Shetlandpony, Jahre nach Zyta mein erstes Shetty - ein lang gehegter Traum, so eine kleine Maus. Bekommen habe ich sie von Ela, die einen neuen Platz für die Süße suchen musste. Tillie lebte hier mit unserem extra für sie als Freund angeschafften Shetty-Wallach "Kleiner Onkel" zusammen und erreichte das stolze Alter von 40 Jahren. Zusammen konnten sie hier den lieben langen Tag den Hof unsicher machen, haben uns im Sommer beim Frühstücken besucht oder beim Grillen zugeschaut. Auch sie wurde hier auf dem Hof eingeschläfert, als deutlich wurde, dass sie die aufgenommene Nahrung nicht mehr verwerten konnte und somit quasi vor dem vollen Trog verhungert wäre.

Max, Shetty-Mix, meine erste Pfedeliebe *lächel*. Dieses Bild entstand 1984 auf dem Reitplatz des "Ponyhotel Essinger Hof". Es war zusammen mit meinen Großeltern mein erster Urlaub dort. Aber lange nicht der letzte. Noch heute fahre ich dort hin. Mittlerweile ohne meine Großeltern, die beide schon verstorben sind. Aber immer noch gern. Und immer noch führt der erste Weg in den Ponystall ☺
Mäxchen hat mich zwei Jahre lang während meiner Ferien durch die herrlichen Eifelwälder getragen. Er war schon ein betagtes Pony. Aber er war sehr brav und das war für mich genau richtig. Ein bisschen unheimlich waren mir Pferde ja damals noch :-)

Hannes, Shetty-Mix. Er wurde Mäxchens Nachfolger in meinen Ferien. Auf ihm habe ich beim Ponyspaziergang gefrühstückt, ihm Zöpfe in die Mähne geflochten und ihm Lieder vorgesungen (zum Glück mussten die Ponys von einer erwachsenen Begleitperson geführt werden, sonst wäre er sicherlich geflüchtet *lach*). Bis ich 12 Jahre alt war, habe ich im Urlaub jede freie Minute zusammen mit den anderen Ferienkindern im Ponystall verbracht. Jedes Kind eifersüchtig über "sein" Ferienpony wachend ☺
Es war eine wundervolle Zeit.
Dann bekam Hannes Hufrehe. Normalerweise das Todesurteil für ein Pony, was seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Doch zum Glück gibt es noch Ponyhöfe, die ihre Tierchen nicht nur als "Kapital" betrachten, sondern die ihr Herz an sie hängen. Und so wurde Hannes tierärztlich behandelt, bekam besonderes Futter und einen Spezialbeschlag.
Im Alter von 29 Jahren starb er schließlich an Altersschwäche. Er war etwas ganz besonderes für mich.


Pasha, lettisches Warmblut, er war mein Liebling im Reit- und Fahrverein Hohenhameln. Brav und zuverlässig hat er mich durch meine ersten Reitstunden dort getragen und auch meinen Reiterpass habe ich mit seiner Hilfe erfolgreich absolviert. Als ich ihn kennenlernte, war er schon über 20 Jahre alt und versah immer noch treu und brav seinen täglichen Dienst. Ob bei den Reitern oder bei den Voltigierern - Pasha war überall beliebt.
Als er schließlich mit fast 30 Jahren in Rente ging, kaufte ihn ein Volti-Mädchen als Beisteller und Pasha durfte seine letzten Jahre noch so richtig mit Weidegang und einem netten Pferdekumpel genießen.


Gin Fizz, russisches Warmblut, ebenfalls Schulpferd im Reit- und Fahrverein Hohenhameln. Gin Fizz war ein Pferd für die fortgeschritteneren Reitschüler. Oftmals ein wenig schlecht gelaunt (ist ihm nicht zu verübeln bei seinem "Job") aber ansonsten absolut liebenswert. Neu im Reitverein angekommen hat er beschlossen, das andere Pferd aus dem Reithallenspiegel mal näher kennenzulernen und in den Spiegel zu springen - nicht gerade seine beste Idee. Doch er wurde wieder zusammengeflickt und lief danach noch jahrelang im Unterricht mit. Als er in Rente ging, war ich schon nicht mehr im Reitverein, sondern stand mit Santos auf einem Privathof. So weiß ich von Gin Fizz nur, dass auch er als Beisteller an Privatleute verkauft worden war.


Rinaldo, Lipizzaner, er war bereits 18 Jahre alt als ich ihn auf dem Ferienhof Heuer in der Lüneburger Heide als Reitpferd zugeteilt bekam. Rinaldo war ein Schlingel und wusste genau, dass er sich bei Reitanfänger herrlich schonen konnte (Galopp? Was ist das?) Wusste man allerdings was man tat, war er ein herrlicher Gefährte. Da in Hohenhameln leider keine Ausritte angeboten wurden, fuhr ich mehrfach im Jahr zu Rinaldo und machte mit ihm zusammen die Gegend unsicher.
Ich hätte ihn gern gekauft (damals hatte ich Santos noch nicht) aber Frau Heuer beteuerte, ihn "niiiiiiiiiiemals herzugeben". Tja. Ein Jahr später, als ich mich erneut für einen Urlaub anmelden wollte, erfuhr ich dann, dass sie ihn doch verkauft hatte. Ich habe den Urlaub nicht gebucht, ohne Rinaldo wollte ich dort auch nicht mehr hin. Ich hoffe, der Schatz hat es gut getroffen.